
Pi3 Kommunikation
Die Pi3-Webpräsenz als Kommunikationssystem
Pi3 entwickelte die eigene Webpräsenz so, dass sich ein technisch komplexes Leistungsangebot bereits beim Erkunden erschließt. Wie die Webseite diese Orientierung schafft, macht zugleich den Arbeitsansatz von Pi3 erfahrbar und trägt zur gewünschten Wahrnehmung der Marke bei.
Die Herausforderung
Die neue Webpräsenz von Pi3 sollte mehrere Anforderungen in einem System erfüllen. Besucher sollten trotz komplexer Materie von einer allgemeinen Ausgangsfrage schnell zur passenden Leistung finden und dabei erkennen können, wie die einzelnen Angebote zusammenwirken und zugleich logisch voneinander abgegrenzt sind. Da ein Gesamtverständnis beim ersten Kontakt nicht vorausgesetzt werden konnte, musste es sich bereits während des normalen Erkundens der Webseite aufbauen.
Deshalb sollte die neue Webseite den Arbeitsansatz von Pi3 nicht nur beschreiben, sondern durch ihre eigene Nutzung vermitteln. Sprache, visuelle Gestaltung und inhaltliche Führung mussten komplexe Zusammenhänge verständlich ordnen, ohne das Leistungsangebot zu vereinfachen oder die Webseite mit zusätzlichen Erklärstrecken und marketingtypischen Vereinfachungen zu überfrachten. Als Eigenprojekt sollte die Webseite damit zugleich den Anspruch einlösen, den Pi3 mit dem Kernangebot erhebt: für komplexe Leistungsangebote eine substanzielle Webpräsenz zu schaffen.
Die inhaltliche Klarheit musste sich auch in der technischen Architektur fortsetzen, damit Suchsysteme, Crawler und AI-Anwendungen die Inhalte und ihre Beziehungen zuverlässig erfassen und einordnen können. Zugleich sollte die neue Webseite als professioneller Live-Case überprüfbar sein. Interaktive Medien sollten dennoch gezielt integriert werden, um Zusammenhänge anschaulich zu vermitteln und zugleich zu zeigen, dass ihr Einsatz die schnelle und stabile Nutzung nicht beeinträchtigen muss. Die zentrale Herausforderung bestand daher darin, unmittelbaren Zugang, vertieftes Verständnis, eigenständigen Markenausdruck und technische Lesbarkeit in einer Webpräsenz zusammenzuführen.
Die Lösung
PRISEM, der von Pi3 entwickelte methodische Ansatz für facettenbasierte Webseiten- und Kommunikationsarchitektur, bildete die Entscheidungsgrundlage dafür, welche Zusammenhänge im ersten Überblick sichtbar werden und an welcher Stelle sie vertieft werden müssen. Die gemeinsamen Grundlagen wurden in die Startseite und die übergeordneten Seiten integriert. Die Leistungsseiten bauen darauf auf: Sie ordnen das jeweilige Angebot in den Gesamtzusammenhang ein und beschreiben seinen konkreten Nutzen für ein Vorhaben, ohne die übergreifende Logik bei jeder Leistung erneut auszuführen.
Für die Interaktionen galt dasselbe Auswahlprinzip, das auf die Optimierung des Cognitive Load ausgerichtet war. Bewegung oder ein Wechsel der Darstellung kam nur dort zum Einsatz, wo sich ein ungewohnter Zusammenhang dadurch genauer erfassen ließ. Die animierten Medien zeigen etwa, wie aus einzelnen Inhalten eine lesbare Wissensstruktur entsteht oder wie zusätzliche Beziehungen den Blick auf eine Architektur verändern. Die Position der Medien leitet sich jeweils aus der übergeordneten Orientierungsfrage ab, die sich an der betreffenden Stelle der Webseite stellt und dort beantwortet wird.
Diese inhaltliche Ordnung setzt sich in der technischen Architektur fort. Der Seitenbaum bildet die Beziehungen zwischen den Inhalten ab, die interne Verlinkung macht sie navigierbar, und strukturierte Daten bilden zentrale Entitäten und Verbindungen maschinenlesbar ab. So lässt sich am veröffentlichten System nachvollziehen, wie sichtbare Vermittlung und technische Lesbarkeit ineinandergreifen.
Das Ergebnis
Entstanden ist eine Webpräsenz, die den Zugang zu einzelnen Leistungen mit dem Verständnis des Gesamtangebots verbindet. Besucher gelangen von ihrem konkreten Anliegen zur passenden Leistung und erschließen dabei weitgehend intuitiv, wie die Angebote zusammenwirken. Die Webseite macht den Arbeitsansatz von Pi3 durch ihre Nutzung erfahrbar und gibt der Agenturmarke zugleich einen je nach Kontext variierenden und dennoch wiedererkennbaren visuellen Ausdruck.
Als reale Anwendung der angebotenen AI-Ready Website Architecture macht die Webseite ihre strukturelle und technische Umsetzung am veröffentlichten System nachvollziehbar. Ihre technische Qualität lässt sich auch mit frei zugänglichen Tools wie Google PageSpeed Insights überprüfen: Zum Prüfzeitpunkt erreichten 18 der 20 geprüften Seiten in den Kategorien Performance, Barrierefreiheit, Best Practices und SEO jeweils 100 Punkte.
Wo besonders komplexe Medien eingesetzt werden, priorisiert Pi3 die hohe Auflösung und den erklärenden Nutzen dieser Medien bewusst gegenüber der letzten erreichbaren Punktzahl. Die grundlegende Nutzung bleibt auch dort schnell und stabil, während die Animationen ihren vorgesehenen Beitrag zu einem differenzierteren Verständnis der dargestellten Zusammenhänge und der Leistungstiefe von Pi3 Kommunikation leisten.